Posts tagged ÖPNV für alle

Tü-Bus für alle!

Die Diskussion zur Finanzierung des TüBus hat hohe Wellen geschlagen. So kam beispielsweise auch im „Spiegel“ ein grosser Bericht. Hierin kündigt Boris Palmer an, dass er eine City-Maut geeignet findet, den TüBus für alle zu finanzieren. Mit einem Euro pro Einfahrt in die Stadt könnten 20 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Und für 2014 plant er einen Bürgerentscheid dazu. Interessant! Ich persönlich bin skeptisch, ob das der richtige Weg ist. Klar, das grosse Problem des Tübinger Autoverkehrs sind die Pendlerinnen und Pendler. Hier setze ich aber eher auf die Regiostadtbahn und übergangsweise auf ein Jobticket für die Klinikangestellten. Einnahmen aus einer City-Maut für einen TüBus zu verwenden, der für die NutzerInnen dann wirklich umsonst ist setzt das Signal: Liebe AutofahrerInnen, wenn ihr schon die Umwelt versaut, zahlt wenigstens für unseren Bus! Das finde ich nicht richtig und untergräbt die Idee eines Bürgerbusses: alle finanzieren mit, dann bestimmen auch alle mit wo Linien ausgebaut werden.

ulrike.baumgaertner@al.gruene.de

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Wir bleiben dran: Tickets für Flüchtlinge

Gemeinsam mit dem Asylzentrum hat die Fraktion AL/Grüne vor genau einem Jahr bei unserem Frühlingsempfang 2010 zur Spendenaktion „Mobilität für Flüchtlinge“ aufgerufen. Mit folgender Begründung:


Die Spendenaktion war der Auftakt für die grundlegende Änderung der „mobilen“ Situation der Flüchtlinge in Weilheim. Bis Ende 2010 waren 3.042 Euro eingegangen! Super! Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender!

Spenden sind leider immer unsicher und grundsätzlich bedarf es einer institutionalisierten Lösung. Darum hat sich die Fraktion AL/Grüne im Gemeinderat dafür eingesetzt, die dringend benötigten Fahrkarten  mit einem Zuschuss der Stadt Tübingen teil zu finanzieren. Auch wenn die offizielle Zuständigkeit beim Landkreis liegt, setzt sich der Gemeinderat so freiwillig in die Verantwortung, den Gästen den Zugang und die Teilhabe an den sozialen Angeboten in der Stadt Tübingen zu erleichtern.

2010 waren es 1.330 Euro, ab 2011 sind 7.000 Euro im städtischen Haushalt für ÖPNV-Tickets für die Flüchtlinge in Weilheim eingestellt. Benötigt werden aber 21.000 Euro. Wir haben die Stadt aufgefordert, mit dem Landkreis darüber zu verhandeln, die fehlenden Gelder zu übernehmen!

evelyn.ellwart@al.gruene.de

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Spendenaktion für Mobilitäts-Tickets?

Auf meine Fragen zum kostenlosen ÖPNV für Flüchtlinge aus Weilheim gestern Abend im Gemeinderat (siehe diesen Beitrag) hat OB Palmer Folgendes geantwortet:

1. Welche Kosten kommen auf den Stadtverkehr zu, wenn den Flüchtlingen in Tübingen kostenlose Monatstickets ausgegeben werden?
15.000 Euro

2. Wie ist die Position der Stadt zu diesem Anliegen?
OB Palmer hat am 22. Oktober 2009 einen Brief an naldo geschrieben, in dem er erklärt hat, dass er es sinnvoll findet, den Flüchtlingen die Mobilität zu ermöglichen. Und bereit wäre, kostenlose Tickets für den Stadtverkehr zur Verfügung zu stellen.

3. Wie steht naldo zu diesem Anliegen?
naldo hat ihm am 3.12.2009 geantwortet, dass sie in den derzeitigen Zeiten grundsätzlich einen Sozialtarif ablehnen und die Stadt die kompletten Kosten tragen müsste.

4. Wie wird die Stadt mit diesem Anliegen in Zukunft umgehen?
Die Stadt sieht in der derzeitigen Haushaltslage nicht die Möglichkeit, 15.000 Euro an naldo zu finanzieren. Die Stadtwerke haben eine Spende in Höhe von 1500 Euro angeboten, 10 Prozent der Summe, die für ein Jahr erforderlich wäre. Zur Soforthilfe und zur Überbrückung, bis die Angelegenheit grundsätzlich geklärt ist, kann man also „Selbsthilfe“ machen.

Grundsätzliche Klärung hieße: Was kann der Landkreis finanzieren? Wie kann man naldo dazu bringen, einen Sozialtarif für EmpfängerInnen von Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu machen (wie es z.B. der Stadtverkehr in Hannover macht)?

Gibt es andere kreative Lösungen für das Mobilitätsproblem wie beispielsweise eine Mitfahrbörse von Weilheim nach Tübingen? Ein Shuttle-Bus der Stadt Tübingen, der regelmäßig auf der Strecke Weilheim Tübingen pendelt?

Oder lassen sich die Kosten reduzieren? Teilstreckentickets sind leider nicht möglich wie Palmer auf unsere Nachfrage erklärte, aber 4-Fahrten-Karten.

Grundsätzlich wäre zu überlegen, ob AL/Grüne zu einer Spendenaktion für diese „Mobilitäts- Tickets“ aufrufen. Ein erster Betrag wäre ja schon im Spendenkonto. Dank der Stadtwerke.

Ich würde mich freuen, hier Meinungen zu diesem Thema zu lesen!

evelyn.ellwart@al.gruene.de

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Kostenloser ÖPNV für Flüchtlinge

Frau Gabriele Kaiser – für das Asylzentrum Tübingen – hat die Fraktionen darum gebeten, in den Haushaltsplan der Stadt kostenlose Monatstickets für Flüchtlinge im Stadtverkehr Tübingen einzustellen.  Es sind derzeit 50 Flüchtlinge einschließlich Familien mit Kindern, die in Tübingen leben. Die Flüchtlinge sind in Weilheim untergebracht. Sie können sich den Bus nicht leisten. Ein kostenloses Ticket würde ihnen die Teilhabe am Stadtleben ermöglichen.

Um dieses Anliegen zu unterstützen, befrage ich am Montag im Gemeinderat dazu die Stadtverwaltung:
1. Welche Kosten kommen auf den Stadtverkehr zu, wenn den Flüchtlingen in Tübingen kostenlose Monatstickets ausgegeben werden?
2. Wie ist die Position der Stadt zu diesem Anliegen?
3. Wie steht naldo zu diesem Anliegen?
4. Wie wird die Stadt mit diesem Anliegen in Zukunft umgehen?

Ich hoffe, dass eine gemeinsame Aktion von Stadt, Stadtwerke und Bürgerschaft die Finanzierung dieses berechtigten Anliegens ermöglichen wird. Weiteres nach der Fragestunde am Montag!

evelyn.ellwart@al.gruene.de

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Was nix koschtet fend i guat!!!

Kostenloses Busfahren in Tübingen für alle? Eine gute Idee! Die täglich in Tübingen registrierten 40 000 Autokurzfahrten (zwischen 100Meter und 3 km) können dann entscheidend reduziert werden und vielleicht durch verkehrslenkende Maßnahmen sogar fast ganz verschwinden. Das hirnrissige Verhalten der Autokurzfahrer wäre unterbunden und für unsere Stadt eine Wohltat. Alle die, die täglich in der Stadt zusammen rd. 200 000 Wegstrecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zurücklegen werden es zu danken wissen. Finanziert werden muß das Konzept durch eine Gebührenerhebung auf Kurzfahrten oder durch eine von Autobesitzern erhobene einkommensbezogene Verkehrsabgabe.

bruno.gebhart-pietzsch@al.gruene.de

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